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Reinigungsroboter-Kartierung: So lernt der Roboter Ihre Fläche

Wie funktioniert die Kartierung eines Reinigungsroboters? Ersteinrichtung, No-Go-Zonen, Routenoptimierung und Dauer – verständlich erklärt.

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Bevor ein autonomer Reinigungsroboter selbstständig arbeitet, muss er seine Umgebung kennen. Genau wie ein neuer Mitarbeiter am ersten Tag durch das Gebäude geführt wird, wird auch der Roboter mit der Fläche vertraut gemacht. Dieser einmalige Prozess heißt Kartierung oder Mapping. Er entscheidet maßgeblich darüber, wie zuverlässig, sicher und effizient der Roboter im laufenden Betrieb reinigt. Dieser Ratgeber erklärt, wie die Kartierung technisch abläuft, was dabei festgelegt wird und welche Rolle die Implementierung durch salesmotion spielt.

Was bedeutet Kartierung bei einem Reinigungsroboter?

Kartierung beschreibt den Vorgang, bei dem der Roboter ein digitales Abbild der zu reinigenden Fläche erstellt. Moderne Geräte wie der LionsBot R3 Scrub Pro oder der R5 nutzen dafür das Verfahren SLAM (Simultaneous Localization and Mapping). Vereinfacht gesagt: Der Roboter erfasst über seine Sensorik die Umgebung und berechnet gleichzeitig, wo er sich selbst innerhalb dieser Umgebung befindet.

Dabei kommen zwei Ansätze kombiniert zum Einsatz. Das LiDAR-SLAM vermisst Wände, Säulen und Hindernisse über Laserabstandsmessung, während das visuelle SLAM (VSLAM) optische Merkmale der Umgebung als Orientierungspunkte verwendet. Aus diesen Daten entsteht eine präzise Karte, in der sich der Roboter anschließend zuverlässig lokalisiert. Ein wichtiger Vorteil: Die eigentliche Reinigung läuft danach auch offline, also ohne durchgehende Netzwerkverbindung.

Wie läuft die Ersteinrichtung ab?

Die Kartierung erfolgt einmalig bei der Inbetriebnahme. In der Praxis wird der Roboter dabei entweder manuell durch die Fläche geführt oder fährt einen definierten Bereich kontrolliert ab, um die Umgebung vollständig zu erfassen. Während dieser Fahrt sammeln die Sensoren die räumlichen Daten, aus denen die Karte berechnet wird.

Je nach Gerät steht dabei eine unterschiedlich umfangreiche Sensorik zur Verfügung. Die folgende Übersicht zeigt die für die Kartierung relevante Ausstattung ausgewählter Modelle:

Modell Sensorik (Auswahl)
LionsBot R5 2× 2D-LiDAR, 2 Tiefenkameras, 3 RGB, 4 Sonar, 2 ToF (3D-LiDAR optional)
R3 Scrub Pro 5 Tiefenkameras, 6 Sonar, 25-m-LiDAR (optional 3D-LiDAR bis 240 m)
REX 3D-LiDAR bis 240 m, 4 Tiefenkameras, 4 Sonar

Nach dem Abfahren wird die Rohkarte kontrolliert, korrigiert und für den Betrieb finalisiert. Erst dann ist die Fläche einsatzbereit.

Mehrere Etagen, mehrere Karten – wie funktioniert das?

Reinigungsroboter arbeiten kartenbasiert. Für jede Etage oder jeden abgegrenzten Bereich wird eine eigene Karte angelegt. Der Roboter erkennt beim Start, auf welcher Fläche er sich befindet, und lädt die passende Karte. So lassen sich beispielsweise ein Erdgeschoss mit großen Verkaufsflächen und ein Untergeschoss mit Lagerbereichen sauber voneinander trennen.

Innerhalb jeder Karte lassen sich zudem Zonen definieren. Typisch ist die Unterteilung in verschiedene Reinigungsbereiche, denen sich unterschiedliche Reinigungsprogramme oder Zeitpläne zuordnen lassen. Ein stark frequentierter Eingangsbereich kann so öfter gereinigt werden als ein selten genutzter Nebenraum.

No-Go-Zonen: Wo der Roboter nicht hinfahren soll

Nicht jeder Bereich einer Fläche soll oder darf befahren werden. In der Karte lassen sich deshalb sogenannte No-Go-Zonen festlegen. Das sind virtuelle Sperrbereiche, die der Roboter zuverlässig ausspart, obwohl kein physisches Hindernis vorhanden ist.

Typische Anwendungsfälle sind:

Diese virtuellen Grenzen ergänzen die reale Hinderniserkennung des Roboters über LiDAR, Sonar und Tiefenkameras. Beides zusammen sorgt dafür, dass der Roboter sicher und regelkonform arbeitet.

Wie wird die Reinigungsroute optimiert?

Sobald die Karte steht, werden die eigentlichen Reinigungsrouten geplant. Ziel ist eine möglichst lückenlose Flächenabdeckung bei gleichzeitig effizienter Fahrweise, also ohne unnötige Doppelfahrten oder ausgelassene Abschnitte. Dabei werden Faktoren wie Bahnbreite, Wendepunkte, Übergänge zwischen Zonen und die Anfahrt zur Ladestation berücksichtigt.

Die Routen lassen sich pro Zone und Reinigungsprogramm hinterlegen und bei Bedarf anpassen. Verändert sich die Fläche dauerhaft, etwa durch eine neue Raumaufteilung, wird die Karte aktualisiert statt komplett neu erstellt.

Wie lange dauert die Kartierung – und wer macht sie?

Die Dauer der Kartierung hängt vor allem von der Größe und Komplexität der Fläche ab. Eine übersichtliche, offene Fläche ist schneller erfasst als ein verwinkeltes Gebäude mit vielen Räumen und mehreren Etagen. Für die konkrete Zeitplanung Ihres Objekts nennen wir Ihnen im Rahmen der Vor-Ort-Beratung einen realistischen Rahmen.

Eine pauschale Kennzahl pro Fläche – etwa Minuten je 1.000 m² – geben die Hersteller nicht einheitlich an; maßgeblich sind Größe, Zuschnitt und Komplexität des Objekts. Deshalb nennen wir die realistische Dauer objektbezogen in der Vor-Ort-Beratung statt einer pauschalen Zahl.

Die Kartierung wird bei salesmotion nicht dem Kunden überlassen, sondern ist Teil unserer Implementierung. Als Full-Service-Integrator und offizieller LionsBot-Distributor im DACH-Raum und in Kroatien übernehmen unsere Fachkräfte die Ersteinrichtung, die Definition der Zonen und No-Go-Bereiche sowie die Routenoptimierung. Über 400 betreute Objekte und ein DACH-weites Techniker-Netzwerk sorgen dafür, dass Ihr Roboter vom ersten Tag an sauber arbeitet.

Möchten Sie wissen, wie die Kartierung auf Ihrer konkreten Fläche aussieht? Vereinbaren Sie eine kostenlose Vor-Ort-Beratung oder eine Teststellung. Unsere Fachkräfte erfassen Ihre Gegebenheiten, zeigen den Ablauf der Ersteinrichtung und beantworten Ihre Fragen direkt im Objekt.


FAQ

Was ist die Kartierung bei einem Reinigungsroboter? Die Kartierung ist der einmalige Prozess, bei dem der Roboter ein digitales Abbild der zu reinigenden Fläche erstellt. Über das Verfahren SLAM erfasst er die Umgebung und lokalisiert sich anschließend zuverlässig darin. Auf Basis dieser Karte plant er seine Reinigungsrouten.

Muss ich die Kartierung selbst durchführen? Nein. Bei salesmotion ist die Kartierung Teil der Implementierung und wird von unseren Fachkräften übernommen. Dazu gehören die Ersteinrichtung, das Anlegen der Zonen und No-Go-Bereiche sowie die Routenoptimierung.

Kann ein Roboter mehrere Etagen abdecken? Ja. Für jede Etage oder jeden abgegrenzten Bereich wird eine eigene Karte angelegt. Der Roboter erkennt beim Start, auf welcher Fläche er sich befindet, und arbeitet mit der passenden Karte.

Was sind No-Go-Zonen? No-Go-Zonen sind virtuelle Sperrbereiche in der Karte, die der Roboter zuverlässig ausspart, auch wenn dort kein physisches Hindernis steht. Sie eignen sich etwa für empfindliche Bereiche, Rampen oder Sicherheitszonen.

Funktioniert die Reinigung ohne Internetverbindung? Ja. Nach der Kartierung läuft die eigentliche Reinigung auch offline. Der Roboter nutzt die gespeicherte Karte und seine Sensorik zur Lokalisierung und benötigt dafür keine durchgehende Netzwerkverbindung.

Was passiert, wenn sich die Fläche verändert? Bei dauerhaften Veränderungen, etwa einer neuen Raumaufteilung, wird die bestehende Karte aktualisiert. In der Regel ist keine vollständige Neukartierung nötig.


Quellen

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